Symposium

Dr. med. dent. Dr. Med. Anders Henningsen M.A.

Dr. Dr. Anders Henningsen M.A. Zahngipfel 2020 Vollkeramik Symposium

Implantatoberflächen – eine Evolution?

 

Seit Entdeckung der Osseointegration und Einführung der ersten dentalen Implantate wurden viele Anstrengungen unternommen, die Osseointegrationsfähigkeit der jeweiligen Werkstoffe durch Veränderungen der Implantatoberfläche zu optimieren.

Aufgrund der Exposition transgingivaler Anteile in das intraorale Milieu und der einwirkenden Kaukräfte müssen die Bestandteile dentaler Implantate eine besonders hohe Widerstandskraft gegen Korrosion und bakterielle Kontamination aufweisen und eine feste Verbindung von Implantat und Knochen ermöglichen.

Die Fähigkeit von Implantaten, sich fest mit dem Knochen zu verbinden, wird im Wesentlichen durch die jeweiligen physikalischen, topografischen und chemischen Oberflächeneigenschaften bestimmt.

 

Die heutzutage verwendeten Oberflächen dentaler Implantate sind in der Regel topografisch optimiert (z.B. durch eine Kombination von Sandstrahlung und Säureätzung). Einige Implantatoberflächen verfügen über eine chemische Modifizierung. Biologische oder pharmazeutische Modifikationen sind Gegenstand aktueller Forschung.

Verpackt in konventionelle Blister unterliegen die Oberflächen dentaler Implantate zudem einem Alterungsprozess, der gerade in Problemfällen zu einer verminderten Osseointegration führen könnte. Über verschiedene Methoden kann dieser Alterungsprozess kurz vor der Implantation rückgängig gemacht werden.

 

In diesem Vortrag werden die Grundlagen moderner Implantatoberflächen literaturbasiert dargestellt mit einem kurzen Überblick über aktuelle Trends in Forschung und Technik und der sich daraus ergebenden Relevanz für die klinische Praxis.